Definieren Sie Ihre FTTP-Netzwerkstruktur | Corning

Welche Art von FTTP-Netzwerk eignet sich am besten?

Welche Art von FTTP-Netzwerk eignet sich am besten?

Egal, ob Sie RFoG, GPON, EPON einsetzen oder sich auf die nächste Generation von PON-Technologien vorbereiten: Sie können Ihr Netz entweder mit einer Punkt-zu-Punkt-Architektur (auch als „Home Run“ bezeichnet) planen und bauen, oder mit einer Punkt-zu-Multipunkt Architektur, bei der die Splitter an einem zentralen Punkt auftreten oder verteilt und kaskadiert werden können. Bei allen Varianten sollten Sie Faktoren wie die Entfernung zum POP/Hauptverteiler, zukünftige Erweiterbarkeit, OLT-Porteffizienz und die Gesamtkosten (TCO) berücksichtigen. In dieser Übersicht wird deutlich, wie diese Netzwerke aussehen und welche Produktarten jeweils zum Einsatz kommen.

Punkt-zu-Punkt / direkter Kundenanschluss (Direct Drop)

Punkt-zu-Punkt / direkter Kundenanschluss (Direct Drop)

  • Kommt üblicherweise für Anschlüsse bei Kurzdistanzen unter 10 Kilometern zur Vermittlungsstelle zum Einsatz. In Verbindung mit Centralised-Split- sowie Distributed-Split-Architekturen.
  • Direkte Punkt-zu-Punkt- bzw. Home-Run-Architekturen bieten dedizierte Glasfasern von der Vermittlungsstelle (Central Office/Kopfstelle) zu jedem Teilnehmer ohne Einsatz von passiven optischen Splittern vor Ort. Dies ermöglicht eine Netzwerkarchitektur mit besonders hoher Faserdichte.

Optische Splitter an unterschiedlichen Punkten im Zugangsnetz (Distributed Split)

Optische Splitter an unterschiedlichen Punkten im Zugangsnetz (Distributed Split)

  • Bewährt und erprobt, v.a. in FTTH-Netzwerken in Europa und Südamerika
  • Durch das Verteilen oder Kaskadieren des optischen Signals an zwei oder mehr Feld-Standorten können die Produkte vor Ort deutlich kleiner ausfallen, da die Ports an jedem Standort bis zum letzten Zugangspunkt gemeinsam genutzt werden. Diese Art der Netzwerkarchitektur zeichnet sich besonders durch geringe Faserzahl aus.

Zentralisierter Einsatz von Splittern im Zugangsnetz (Centralised Split)

Zentralisierter Einsatz von Splittern im Zugangsnetz (Centralised Split)

  • Gängige Netzarchitektur in den USA und Kanada
  • Ein einziger, zentralisierter Standort für die Unterbringung der Splitter vor Ort optimiert die Ports für den optischen Leitungsabschluss (Optical Line Termination, OLT) und entlastet gleichzeitig die Rohrkapazität im Zugangsnetz. 

Überblick über FTTH-Netzarchitekturen

 

  Punkt- zu Punkt / direkter Kundenanschluss Optische Splitter an unterschiedlichen Punkten im Zugangsnetz Zentralisierter Einsatz von Splittern im Zugangsnetz 
 


Konsolidierungspunkt für Kabel- und Spleißmanagement Ja Ja Ja
Schaltschrank vor Ort Ja, als Sammlungspunkt Ja Ja
Netzwerk-Investitionskosten Hoch Normal Niedrig
Faserdichte in Zuleitungs-/Ableitungs- bzw. Dropkabeln Faserreich im Zuleitungs- und Ableitungskabel Faserarme Zuleitungs- und faserreiche Dropkabel Faserarme Zuleitungs- und Dropkabel
Effizienz der OLT-Ports (optischer Leitungsabschluss) Optimal Optimal gut bis niedrig
Strategieunterstützung für effizientes Wachstum Hoch Hoch niedrig bis mittel
Flexibilität der Split-Ratios Hoch Hoch niedrig bis mittel
Gute Anpassungsfähigkeit Optimal Optimal gut bis niedrig
Fakten und wesentliche Unterschiede

• Einsatz üblicherweise im Umkreis von acht Kilometern um die Vermittlungsstelle, in Verbindung mit zentralisierten und verteilten Split-Architekturen.

• Direkte Punkt-zu-Punkt-Architekturen bieten eine eigene Glasfaser von der Vermittlungsstelle/Kopfstation (CO/HE) zu jedem Teilnehmer ohne Signalsplittung vor Ort, und sind daher die Netzarchitektur mit den höchsten Faserzahlen.

• Meistverwendete Architektur in den USA und Kanada

• Ein einziger, zentraler Standort genügt für die Unterbringung der Splitter im Außenbereich, optimiert die OLT-Ports und entlastet gleichzeitig das Zuleitungsnetz.
• Weitverbreitet in Latainamerika und Europa

• Durch die Verteilung oder Aneinanderreihung bzw. Kaskadierung von Aufteilern auf zwei oder mehr Standorte im Feld kann die tatsächliche Größe der Produkte vor Ort kleiner ausfallen, da die Ports an jedem Standort bis zum letzten Zugangspunkt gemeinsam genutzt werden. So entsteht die faserärmste Netzwerkarchitektur.

Hilfreiche Tools und Ressourcen