LWL-Charakterisierung mit einem OTDR


Eine OTDR Kurve ist eine Art Fußabdruck des LWLs. Sie charakterisiert ihn durch das Aufzeigen von wichtigen Einfügedämpfungen wie Spleiße, Stecker und andere Fehlerquellen im Zusammenhang mit ihren Orten. Oft ist es notwendig, Messungen mit verschiedenen Sätzen von Parametern durchzuführen, damit ein Ereignis eindeutig identifiziert wird.

STE_Testing_OTDR_Trace
Eine typische
OTDR-Kurve

Wie wird ein LWL wird durch eine OTDR-Kurve charakterisiert?

  • Ein OTDR funktioniert ähnlich wie ein Radargerät: Lichtimpulse werden in den Lichtwellenleiter geschickt und die rückgestreuten Anteile im Empfänger ausgewertet
  • Eine stetig abfallende Gerade zeigt den LWL-Dämpfungsbelag
  • Ein Sprung in der kontinuierlichen Kurve wird durch eine Störung verursacht - diese kann entweder ein Spleiß, ein Makro, Mikro-Bending oder auch ein Stecker sein
  • Ein Stecker verursacht zusätzlich eine große Reflexion, welche als eine Spitze in der OTDR-Kurve auftritt

STE_Testing_2_wave_measurment
Zwei-Wellenlänge
Messung

Unterscheiden von Fehlertypen

  • Wegen der komplexen LWL-Struktur ist es oft notwendig, mehr als eine Wellenlänge zu verwenden, um den Fehlertyp eindeutig zu identifizieren: um einen Spleiß von einem Bending zu unterscheiden, misst man mit zwei Wellenlängen. Für einen Spleiß ist die Dämpfung beider Wellenlängen annähernd gleich. Bei einem Bending zeigt die Messung mit der längeren Wellenlänge eine höhere Dämpfung als mit der kürzeren, da der Modenfelddurchmesser mit der längeren Wellenlänge auch größer ist dadurch mehr von der Biegung gedämpft wird
  • bedingt durch den Rückstreuprinzip können Ereignisdämpfungen und Vorkomnisse bei Einmodenfasern nur durch Bidirektionale Messung eindeutig bestimmt werden

Das Corning OV1000 OTDR bietet verschiedene Meßmoden, die eine sehr schnelle und komfortable Auswertung des angeschlossenen LWLs erlauben. Es kann Daten aus Messungen mit mehreren Wellenlängen in einer Datei speichern...  > Mehr dazu  


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